Bushub Ebikon

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 profitieren Ebikon und das Rontal von einem erweiterten öV-Angebot mit neuen Verbindungen in die umliegenden Zentren. Damit wird ein wichtiges Handlungsziel aus dem Agglomerationsprogramm nach 10-jähriger Planung umgesetzt. Neben den neuen Buslinien stellt auch der von den Rontaler Gemeinden, dem Kanton und Bund im Rahmen des Gesamtverkehrskonzeptes geplante Bushub in Ebikon ein zentrales Element in der Gesamtverkehrsplanung dar. Der Bushub verbindet sämtliche Buslinien untereinander und ermöglicht einfachste Umsteigeverbindungen zur Bahn. Da der Bau des Bushubs aufgrund von Beschwerden bisweilen blockiert ist, plante die Gemeinde Ebikon ein Bushub-Provisorium. Weil auch gegen dieses Beschwerden eingereicht wurden, wird nun eine Übergangslösung den einwandfreien Busbetrieb per Fahrplanwechsel 2019 sicherstellen.

Die Region LuzernOst mit der Zentrumsgemeinde Ebikon ist ein bedeutender Entwicklungsschwerpunkt im Agglomerationsprogramm des Kantons. Bis 2030 wird ein Bevölkerungswachstum – und damit eine Zunahme des Verkehrs – von 30 Prozent erwartet. Um die Mobilität der Rontaler Bevölkerung sicherstellen zu können, sind für den öffentlichen Verkehr per Dezember 2019 Kapazitätserhöhungen, Linienanpassungen und der zentrale Bushub in Ebikon geplant.

Zielbild: Bushub Ebikon als zentrale Verkehrsdrehscheibe

Für das neue öV-Angebot und für die verstärkte Anbindung der Buslinien an die Bahn soll unmittelbar beim Bahnhof Ebikon ein leistungsfähiger und attraktiver Bushub realisiert werden. Am Bushub Ebikon treffen die S-Bahn S1 (Baar-Luzern-Sursee), die RBus-Linie 1 (Obernau-Kriens-Luzern-Ebikon-Ebikon Fildern) sowie die Buslinien 22, 23, 26, 30 und 111 aufeinander und bieten Reisenden komfortable und vielfältige Verbindungen in die umliegenden Zentren. Zudem verbindet der Bushub den öV mit dem Langsamverkehr.

Die Pläne zum Neubau des Bushubs lagen vom 28. August bis zum 18. September 2017 öffentlich auf. Das Projekt ist aktuell infolge Beschwerden blockiert:

Behindertenorganisationen bemängeln, dass die Haltekanten für mobilitätseingeschränkte Personen nicht hoch genug seien. Für einen ebenerdigen Zugang zum Bus müssten Buskanten eine Höhe von 22 Zentimeter aufweisen. Die Platzverhältnisse beim Bushub Ebikon erlaubten es jedoch nicht, die Haltekanten durchgehend mit dieser Höhe zu planen. Um mobilitätseingeschränkten Personen dennoch einen hürdenfreien Zugang zum Bus gewährleisten zu können, wird bei fünf von acht Haltekanten die sogenannte „Kissenlösung“ eingesetzt. Mit dieser Lösung werden jeweils zwei Bustüren ebenerdig – wie von den Behindertenorganisationen gefordert – erreichbar. Bei den hinteren Bustüren entsteht zwischen dem Bus und der Buskante ein Absatz von 6 Zentimeter, da die Buskante an dieser Stelle eine maximale Höhe von 16 Zentimeter aufweisen kann. Die drei weiteren Haltekanten werden über die gesamte Länge eine Höhe von 22 Zentimeter aufweisen.

Die Beschwerde der Behindertenorganisationen wurde weitergezogen und liegt derzeit beim Regierungsrat zur Prüfung vor. Solange das Beschwerdeverfahren noch hängig ist, kann mit dem Bau des Bushubs nicht begonnen werden. Um den Betrieb der Buslinien per Fahrplanwechsel 2019 dennoch gewährleisten zu können, hat die Gemeinde Ebikon Ende 2018 mit der Planung eines provisorischen Bushubs begonnen.

Bushub Provisorium als Zwischenlösung blockiert

Die provisorische Lösung für den Bushub soll auf dem Vorplatz des Bahnhofs Ebikon realisiert werden, wo heute noch der alte Güterschuppen der SBB steht. Die Abbrucharbeiten am Güterschuppen sind bewilligt und werden Mitte August 2019 starten. Neben den Buslinien 26 und 111, welche bereits heute bis zum Bahnhof Ebikon fahren und dort wenden, sollen ab Dezember 2019 auch die Busse 22, 23 und 30 folgen. Für die 25 Meter langen Doppelgelenk-Trolleybusse der Linie 1 ist eine Wendeschlaufe von der Bahnhofstrasse über den heutigen P+R Parkplatz, die ehemalige Voliere und zurück in die Bahnhofstrasse vorgesehen.

Die Pläne für das Bushub Provisorium lagen vom 3. bis 22. Dezember 2018 öffentlich auf. Während dieser Auflagefrist wurden zwei Einsprachen bei der Gemeinde Ebikon eingereicht. Nach inhaltlicher, materieller und juristischer Prüfung der Einsprachen unter Einbezug diverser Fachstellen hat der Gemeinderat am 9. Mai 2019 entschieden, die Einsprachen abzuweisen und die Baubewilligung für das Provisorium zu erteilen. Gegen diesen Entscheid wurde von einem der Einsprecher wiederum Berufung beim Kantonsgericht eingereicht. Solange diese Beschwerde noch hängig ist, muss mit dem Bau des Provisoriums zugewartet werden.

Gewährleistung des Busbetriebs ab Fahrplanwechsel 2019

Um den Busbetrieb ab dem Fahrplanwechsel vom 15. Dezember 2019 sicherzustellen und den Reisenden möglichst komfortable und sichere Verbindungen zu ermöglichen, hat die Gemeinde Ebikon gemeinsam mit dem Kanton, den VBL, dem VVL und LuzernPlus eine Übergangslösung erarbeitet.

Bei dieser Übergangslösung führen die Linien 22, 23, 26, 30 und 111 beim Bahnhof Ebikon zusammen. Dabei reihen sich die Busse der Linien 22, 23 und 30 entlang des heutigen Güterschuppens vor dem Bahnhofgebäude auf, um die Passagiere ein- und aussteigen zu lassen. Die Linien 26 und 111 halten neben dem Bahnhofgebäude. Sämtliche Busse gelangen ab der Zentralstrasse über den Knoten Rank zum Bahnhof Ebikon. Damit die Verkehrssicherheit für sämtliche Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrseilnehmer auf der teils engen Bahnhofstrasse gewährleistet werden kann, wird die Bahnhofstrasse auf dem Strassenabschnitt zwischen dem Restaurant Bahnhöfli und der Bahnhofstrasse 18a in Form einer vorübergehenden Verkehrsanordnung als Einbahnstrasse signalisiert.

Während sämtliche Buslinien des Rontals beim Bahnhof Ebikon zusammen kommen, verkehrt die Linie 1 vorübergehend auf der Zentralstrasse, ohne zum Bahnhof Ebikon abzubiegen. Reisende auf den Linien 23, 26, 30 und 111 können an jeder gemeinsam bedienten Haltestelle entlang der Zentralstrasse auf die Linie 1 umsteigen. Für Reisende auf der Linie 22 werden an der Bahnhofstrasse auf der Höhe des Gemeindehauses sowie beim Knoten Rank/Weichle provisorische Haltestellen bedient. Reisende von Perlen/Buchrain in Richtung Luzern/Kriens steigen am Knoten Rank/Weichle auf die Linie 1 um. In umgekehrter Reiserichtung hält die Linie 22 an der Bahnhofstrasse auf Höhe des Gemeindehauses. Damit werden die Umsteigewege zur Linie 1 verkürzt. Ziel der Gemeinde Ebikon und ihrer Partner ist es, dass der provisorische Bushub in den nächsten Monaten realisiert werden kann. Ab der Inbetriebnahme des Provisoriums wird die Linie 1 den Bahnhof Ebikon bedienen und die Umsteigewege zwischen den Linien 22 und 1 entsprechend verkürzen.

Situationsplan Übergangslösung Bahnhof Ebikon

Ebikon Übergangslösung Linie 22

Situationsplan Linie 22 für Übergangslösung Bahnhof Ebikon

Ebikon Übergangslösung Linien 23 26 30 111

Situationsplan Linien 23/26/30/111 für Übergangslösung Bahnhof Ebikon

Partner Gemeinde Ebikon

Verantwortlich
Gemeinde Ebikon